Die in dieser Sektion vorhandene Dokumentation entsteht aus einer zielgerichteten Recherche, die das Ziel hat, in der Breite des System der nationalsozialistischen Kozentrationslagern des Dritten Reiches, diese Lagern aufzufinden, die vom September 1943 bis zum Mai 1945 eine hohe Belegungsstärke internierter italienischen Soldaten registriert haben.
Die in den verschiedenen Wehrkreisen des Deutschen Reiches eingerichteten Lager, erfüllten jeweilig, unter Kontrolle der Wehrmacht, unterschiedliche Aufgaben. Die Kriegsgefangenen wurden je nach militärischem Rang in Oflags (Gefangenenlager für Offiziere) oder Stalags (Gefangenenlager für Soldaten) interniert. Mehr als sechzig große Stalags[1] wurden im Reich eingerichtet: jedoch gab es auch eine große Anzahl an Arbeitskommandos, die durch der progressiven Dezentralisierung des Lagersystems und der Zivilisierung der IMIs, eine Einquartierung am Arbeitsplatz (Fabriken, Bergwerke etc.) mit sich brachte. Eine weitere Funktion hatten die von den SS verwalteten Konzentrationslagern.
Die Mappe nimmt Bezug auf der politischen Situation der Gebiete des Dritten Reiches und wiedergibt die Grenzen vom 1937 bis zum 1943, sowie auch die Aufteilung nach Wehrkreise. Die Lager können direkt auf der Mappe lokalisiert werden, sind aber auch aber Liste[2] (Suche nach Stadtname, Lagertyp und Wehrkreis) zu finden.
Jede Seite enthält damalige und gegenwärtige Fotos des Lagers. Weiterhin werden auch Fotos der jeweiligen Zweiglager eingefügt werden.
In einer weiteren Sektion sind die Arbeitslager aufgelistet.
[1] Gabriele Hammermann – Die italienischen Militärinternierten in Deutschland 1943-45, Il Mulino, 2004 mit dem Beitrag von der ANRP gegründeten Stiftung ‘Archivio Nazionale Ricordo e Progresso’ veröffentlicht.
[2] Gerhard Schreiber- Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943 bis 1945, 1997 vom Stato Maggiore dell’Esercito, Ufficio Storico, veröffentlicht.